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Mühlrad

Mühlrad 2

Kreuzschlag

VTG 031

Brigitte

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Hafen 1

 

Tanzen, neue Freunde finden, Land und Leute kennenlernen - das soll jedes Jahr unser Highlight sein

 

2014 - Finnland

2013 - Frankreich

2012 - Portugal

 

2011 - England

 

 
1999 - England - Shottland
 

 

1994 - China 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Mühlrad

Probentätigkeit:

Wir proben jeden Donnerstag von 20.00 Uhr bis 22.00 Uhr
in der Volksschule Annabichl in
9020 Klagenfurt, Akazienhofstraße 36.

Unsere Burschen üben das Schuhplatteln extra
am Montag von 20.00 Uhr bis 21.00 Uhr
in der Volkschule St. Georgen am Sandhof, 9020 Klagenfurt

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Beiträge

2003 Sardinien

 

Gruppenbild Calgiari

 

Am 9.9.03 war um 2h00 morgens Abfahrt mit dem Bus nach Triest, wo wir um 4h20 ankamen. Um 7Uhr15 begann der einstündige Flug nach Rom und um 11h00 landeten wir schließlich in der Hauptstadt Sardiniens, Cagliari, wo wir von einigen Sarden der einladenden Gruppe bereits erwartet wurden.

Das Wetter war leider sehr trüb, es hatte nur 18 Grad. Mit einem sehr komfortablen Bus ging es in die Stadt Selargius wo wir im Don Bosco-Heim untergebracht wurden. Bei der Fahrt dorthin konnten wir die ersten Eindrücke von Sardinien sammeln – das Land erschien uns recht ärmlich, ziemlich braun und teilweise sehr schmutzig. Nach erfolgter Zimmereinteilung (5 Zimmer mit je 6 Betten) gab es ein Mittagessen und anschließend einen Spaziergang in die Stadt aufgebrochen. Leider hatten jedoch alle Geschäfte zu – Mittagspause bis 17Uhr. Auf dem Retourweg sind wir in ein Cafe eingekehrt, wo wir uns einen sehr guten, günstigen Kaffee gönnten.

Um 18Uhr30 waren wir zu einem Empfang beim Bürgermeister eingeladen. Nach Ansprachen in italienischer Sprache – wo uns Gott sei Dank Hanna und Stefan die Übersetzungen lieferten und dem Austausch von Geschenken sowie einem Tanz und einem Plattler gab es Wein und kleine Mehlspeisen bzw. Süßigkeiten zu probieren. Dort trafen wir auch das Brautpaar, welches nach altem Brauch am Sonntag heiraten würde.

Denn das Hochzeitsfest mit dem Namen "L'ANTICO SPOSALIZIO SELARGINO" , war auch der Grund unserer Reise. Neben dem echten Hochzeitspaar durfte auch die ausländische Gastgruppe – heuer waren es eben wir – ein (zukünftiges) Hochzeitspaar stellen. Bei uns waren es Stefan und Eva. Um 21 Uhr gab es in unserer Herberge das Abendessen.

Am 10.09.03: sind wir nach dem Frühstück mit dem öffentlichen Bus zum Srand gefahren. An einem netten Plätzchen ließen wir uns nieder und genossen den herrlichen, wenn auch etwas windigen Tag. Wir haben gefaulenzt, Muscheln gesammelt und uns ein Eis gegönnt. Das Meerwasser war ziemlich kalt. Ein paar waren jedoch mutig und gingen ins Wasser. Um 18Uhr ging es mit dem Bus wieder Richtung Herberge, unterwegs sahen wir sogar Flamingos.

Nach dem Abendessen fuhren wir zur einladenden Gruppe und haben bei der Singprobe zugeschaut bzw. zugehört. Dann haben einige von uns versucht, deren Tanzschritte zu erlernen und ein paar Tänze mitgetanzt. Um 24 Uhr gingen wir ins Bett.

Am 11.09.03 ging es mit dem öffentlichen Bus in die Stadt Cagliari, wo eine Stadtbesichtigung am Programm stand. Wir bestiegen einen sehr alten Turmes, wo wir nach einem anstrengenden Aufstieg eine tolle Aussicht genossen. Wir spazierten beim Amphietheater vorbei und besichtigten den ehemaligen Regierungssitz des Königs, wo heute noch der Senat tagt.

Dann stand ein Abstecher in die wunderschöne Kathedrale "Santa Maria" am Programm. Nach dem Mittagessen in der Herberge und einer Ruhepause bis 17 Uhr gingen wir in die Stadt um ein Eis zu essen bzw. einen Kaffee zu trinken. Um 20 Uhr gab es Abendessen - Pizza. Um 21 Uhr begann der offizielle Teil unseres Aufenthaltes, das Hochzeitladen.

Wir zogen in Tracht von Haus zu Haus (insgesamt zu 5 Häuser), die sardische Gruppe sang bei jedem Haus einige Lieder und wir tanzten bzw. plattelten. Anschließend gab es überall die bereits bekannten kleinen Süßigkeiten. Bei der letzten Station war dann auch die Braut zu sehen, die auf den Bräutigam, welcher mit uns die einzelnen Stationen mitging – wartete. Um 1Uhr30 war der Abend abrupt zu Ende.

Am 12.09.03:sind wir um 9Uhr45 mit einem Bus zu einer Rundfahrt ins Landesinnere gestartet. Die Landschaft war hier wieder ganz anders; es war viel grüner, man sah Berge, Schaf- u. Kuhherden und Reisfelder !!!!. Zuerst besichtigten wir einen "Steinerhaufen" - eine Archeologico Nuraghe Losa. Dort nahmen wir unser Mittagessen in Form von Sandwiches ein. Dann fuhren wir an der Stadt Nuoro vorbei, die Strecke war sehr kurvenreich und machten Rast bei einer Quelle, die einer grünen Oase glich. Anschließend fuhren wir in eine nahegelegene Stadt, wo wir ein wenig bummelten und uns bei Kaffee und Eis stärkten und weiter in die Stadt Oristano, wo wir die Kathedrale besichtigten und bei sehr warmen Temperaturen shoppen gingen. Um 20Uhr45 waren wieder zu Hause. Einige von uns gingen noch in die nahegelegene Bar auf einen Scheidebecher.

Am 13.09.03 fuhren wir wiederum mit dem öffentlichen Bus zu unserem Strandplatz, wo wir bis 16Uhr blieben. Danach fuhren wir heim und zogen uns um, denn um 18Uhr30 wurden wir zu einem Umzug durch die Stadt abgeholt. Danach ging es wieder retour zum Abendessen und um 21Uhr30 wurden wir wieder abgeholt – diesmal zu einem einstündigen Auftritt. Hanna führte in perfektem Italienisch sehr gekonnt durch das Programm. Für unsere Herren war es sicherlich anstrengend, sie kamen ziemlich ins Schwitzen, wir Damen konnten uns ja Gott sei Dank bei den Auftritten abwechseln. Unser Auftritt dauerte von 22Uhr10 bis 23Uhr10. Endlich, der große Tag der Hochzeit war gekommen: Am 14.09.03 marschierten wir in aller Früh in Tracht zum Haus der Braut. Dort konnten wir miterleben, wie der Braut ein antikes Hochzeitskleid angezogen sowie Schleier und Schmuck angelegt wurden. Das war ein enormes Zeremoniell!!! Leider hat es leicht geregnet – aber das soll ja bekanntlich Glück bringen. Die Braut musste sich dann auf ein weißes Kissen knien, wo sie mit Reis u. Blütenblättern übersät wurde. Auch wurden Glückscent auf sie geworfen.

Dann kam der Bräutigam mit seinen Trauzeugen. Nun mussten beide niederknien und dasselbe Prozedere über sich ergehen lassen - auch Stefan und Eva kamen an die Reihe. Es war ein sehr beeindruckendes Spektakel. Dann ging es mittels Umzug durch die Straßen von Selargius. Einfach toll – es waren an die 40 Gruppen mit insgesamt 1500 Personen aus dem ganzen Land dabei, Ochsengespanne en gros. Dann folgte der Einzug in die prachtvoll geschmückte Kirche, wobei nur ausgewählte Gäste hinein durften. Auch das Fernsehen war dabei. Es war alles sehr, sehr festlich. Stefan und Eva saßen rechts vom Brautpaar. Wir konnten leider überhaupt nichts verstehen, da alles in der Landessprache - sardisch - zelebriert wurde. Anschließend fand die standesamtliche Trauung in einem antiken Gebäude statt. Dort wurden sowohl vom Brautpaar wie auch von Stefan und Eva eine selbst geschriebene Liebeserklärung in ein Tongefäß gegeben und versiegelt. In 25 Jahren sollen dann das Paar oder deren Kinder wieder hierher kommen und dürfen dann dieses Tongefäß öffnen.

Um 14h30 ging es zum Festbankett, wo es auf Plastiktellern Essen en gros sowie Cola in Dosen gab:

1. Käse, Salami, Oliven u. Brot
2. Nudeln in Tomatensoße
3. Rohes Gemüse: Radieschen, Stangensellerie
4. Spanferkel gegrillt
5. Obst
6. die kleinen Süßigkeiten
7. Hochzeitstorte – ein einziges Kunstwerk aus gesponnenem Zucker und Erdnüssen - ähnlich dem türkischen Honig

Um 17Uhr30 ging es wieder zurück zur Herberge, die Hochzeit war vorbei. Um 20h00 sind wir zur Festbühne marschiert. Plötzlich fing es ganz stark zu regnen an, was leider zur Absage der geplanten Vorführungen der ganzen Folkloregruppen, die beim Umzug mitmarschierten, führte. Also ging's wieder retour zur Herberge, wo wir uns umzogen und anschließend mit einigen Privat-Pkw´s in eine Pizzeria gefahren wurden. Dies war unser letztes gemeinsames geselliges Beisammensein. Nach dem Essen wurden Dankesreden gehalten und Gastgeschenke ausgetauscht. Auch das Brautpaar war wieder zugegen – aber bereits wieder im Zivilgewand. Um 1Uhr30 erfolgte die Rückfahrt in unsere Herberge.

Am 15.09.03 brachen wir um 9Uhr bei Regen zum Flughafen Cagliari auf. Nach unserer Ankunft am Fughafen Leonardo da Vinci in Rom, wurden wir bei herrlichem Wetter und 28 Grad von einer deutschsprachigen Reiseführerin abgeholt. Mit dem Bus ging es zu einer 3-stündigen Stadtbesichtigung. Als erstes besichtigten wir das Kolosseum. Man kann eigentlich nur eines dazu sagen – gigantisch und überwältigend. Weiter ging es zum Forum Romanum, wo uns die Geschichte Roms ein wenig näher gebracht wurde.

Man ist sprachlos von soviel Bauschichten und Stilepochen. Weiters ging es auf den Kapitolplatz, wo in der Mitte eine Bronzestatue von Marc Aurel steht. Dieser Platz mit seinen Bodenzeichnungen und der Statue ziert die 50 Centmünze. Weiters ging es zum Monument von Vittorio Emanuell II und dann in unser Hotel. Nach einer Pizza gingen wir ins Zentrum, zuerst zum Fontana di Trevi. Einfach ein tolles Erlebnis – die Beleuchtung ist grandios und es sind massenhaft Leute unterwegs; wir konnten trotzdem eine Münze in den Brunnen werfen – damit wir irgendwann nach Rom zurückkehren. Dann ging es weiter zur Spanischen Treppe, wo wir auch die berühmten Modegeschäfte von Dior, Versace, Valentino, Fendi, Gucci sahen. Ein "Rosa-Nichts" von Dior kostete 3.996 Euro, ein "schwarzer-Hauch von Umhang" von Valentino 14.100,-- Euro. Da sind ja die Preise für ein Kilo Trauben – 5,-- Euro – geradezu billig – oder? Zurück im Hotel ließen wir bei einer Kärntner-Jause den Tag ausklingen. Um 24Uhr haben wir dann auf Marietta´s Geburtstag angestoßen.

Am 16.09.03 fuhren wir mit der total überfüllten U-Bahn zum Vatikan, wo wir nach einem kurzen Fußmarsch den Petersplatz erreichten. Der Anblick ist überwältigend – es fehlen einem die Worte. Unsere Gruppe teilte sich – die einen gingen ins vatikanische Museum - wir gingen die 320 Stufen zur Basilika hinauf. Es ist zwar anstrengend, aber ein tolles Gefühl es bis obenhin geschafft zu haben. Die Aussicht auf das Innere des Petersdoms und auf ganz Rom ist unbeschreiblich. Auch die Sixtinische Kapelle mit dem berühmten Fingerbild von Michelangelo beeindruckt sehr.

Am Heimweg sahen wir die Engelsburg, den Piazza Navona mit seinen vielen Künstlern und Brunnen, das Pantheon (für die Götter erbauter Tempel), dessen Kuppel ein 9m großes Loch ist. Weiters ging es zur Kathedrale Sant Ignazio und zurück ins Hotel. Nach dem gemeinsamen Abendessen marschierten wir zum Zugbahnhof, wo einige Geschäfte zum Shoppen anregten. Nach einem Eis ging es noch einmal Richtung spanische Treppe und um 24h00 todmüde und sehr beeindruckt ins Bett.

Am 17.09.03 spazierten wir nochmals zu Fuß in die Stadt, um uns von Rom zu verabschieden. Nach einem kleinen Imbiss ging es um 14Uhr mit dem Bus wieder Richtung Flughafen, wo wir unterwegs die einzige Pyramide von Rom sahen. Der Abflug von Rom war um 17Uhr25, Ankunft in Triest nach exakt einer Stunde. Nach einer kurzen Busfahrt erreichten wir Klagenfurt um 21Uhr15.

Ein besonderer Dank gilt unserem Obmann und Organisator Rudi Hackl, der uns allen in bewährter Weise eine unvergessliche Auslandsreise bescherte.

Elke Mairitsch