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Gruppe Blumen

 

 

Drehungen

 

 

 

 

 

Dani und Michi

Doris und Rudi

EdelweisserKniefall

Kleiner Mann

Mädchen

Mühlrad

Mühlrad 2

Kreuzschlag

VTG 031

Brigitte

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Hafen 1

 

Tanzen, neue Freunde finden, Land und Leute kennenlernen - das soll jedes Jahr unser Highlight sein

 

2014 - Finnland

2013 - Frankreich

2012 - Portugal

 

2011 - England

 

 
1999 - England - Shottland
 

 

1994 - China 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Mühlrad

Probentätigkeit:

Wir proben jeden Donnerstag von 20.00 Uhr bis 22.00 Uhr
in der Volksschule Annabichl in
9020 Klagenfurt, Akazienhofstraße 36.

Unsere Burschen üben das Schuhplatteln extra
am Montag von 20.00 Uhr bis 21.00 Uhr
in der Volkschule St. Georgen am Sandhof, 9020 Klagenfurt

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Beiträge

2001 Dänemark

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Am 26.07.01 um 06.30 Uhr war Abfahrt mit dem Bus in Richtung Norden. Am ersten Tag fuhren wir ca. 14 Stunden bis Braunschweig und tags darauf ca. 6 Stunden bis nach Törring in Dänemark, wo wir von unseren Gastfamilien der ersten 2 Tage empfangen wurden. Marlene und Felix waren unsere Betreuer, sie sollten uns in den kommenden Tagen noch sehr ans Herz wachsen.

danmark2Am Samstag gab es einen Gemeinschaftsausflug mit allen Gastfamilien zur Westküste bei Barvand. Eigentlich hatte ich gedacht, dass das offene Meer hier kalt ist, doch durch die vielen Sandbänke und die Untiefe kann es sich doch auf über 20° erwärmen. Nach einer Besteigung des alten Leuchtturms und der ehemaligen Bunkeranlagen ging es retour Richtung Törring.

Abends waren wir bei der Familie von Roland und Thomas zum Spanferkelessen eingeladen. Es war wirklich ausgezeichnet, wir aßen knuspriges Spanferkel, Kartoffel mit Sahnesauce überbacken, diverse Salate, Aufstriche, Nudeln und Brot. Neben den Gastfamilien waren auch noch an die 60 andere Gäste anwesend, die unbedingt die Gruppe aus Österreich sehen wollten , u.a. war auch der Präsident des Festivals Poul Erik dabei. Natürlich durfte die Musik nicht fehlen und so machten einige von uns den ersten Kontakt mit dem dänischen Volkstanz - wirklich amüsant, da es ständig zu Partnerwechseln kommt. Danach brauchten wir unsere Musiker nicht lange zu bitten und so wurde kräftigst durcheinander gespielt, getanzt und genagelt (ein dänisches Gesellschaftsspiel).

Am Sonntag, den 29.07. machte jeder mit seiner Gastfamilie einen Ausflug. Wir waren am höchsten Berg von Jütland - Himmelbjerget - der immerhin stolze 147 m über den Meeresspiegel ragt. Andere waren z.B. in einem Zoo, dem Lions Safariclub. Am späten Nachmittag fuhren wir gemeinsam in unser Quartier der nächsten Tage, in die Sondermarksskole (eine Schule) nach Vejle. Am Abend stand der erste Workshop am Programm, bei dem wir dänisches Volkstanzen kennen lernten - speziell die dänische Polka hat es in sich.

danmark4An diesem ersten Abend stellte sich jede der teilnehmenden 12 Gruppen mit einer kurzen Tanzeinlage vor. Erwähnt werden muss noch, dass unser Schlafgemach aus zwei Klassenzimmer bestand - einem für Burschen und einem für Mädchen - und dort machten wir es uns auf dem Boden "gemütlich", mit Luftmatratzen, diversen Campingunterlagen oder so wie Jakob, der Schlaue, auf einer Liege.

Am 30.07. 2001 begann der "Ernst der Reise". Am kopfsteingepflasterten Rathausplatz von Kolding hatten wir unsere erste von insgesamt 14 "Performances". Hungrig verzehrten wir danach unser Luchpaket. Es folgte ein weiterer Auftritt vor dem Rathaus in Vejle, wieder auf Kopfsteinpflaster. Anschließend waren alle Gruppenobmänner zu einem Empfang beim Bürgermeister eingeladen.

danmark11Abends gab es einen Workshop mit Spanien, Österreich und Korea. Workshop bedeutet, dass jede Gruppe ein paar typische Tänze vorzeigt, die dann von den anderen Teilnehmern mitgetanzt werden. Natürlich zeigten wir Österreicher neben diversen Tänzen auch einen Schuhplattler, gekonnt präsentiert von Fredi in tadellosem Englisch bzw. mit Händen und Füßen. So kam ich zu meiner ersten Plattlerprobe.

Am Dienstag ging es relativ früh los, in Richtung Odense, wo vormittags eine Sight-Seeing-Tour am Programm stand. Diese führte uns ins H.C.Andersen-Viertel incl. Museum sowie in eine Kathedrale, in der wir unseren Führer verloren. Zum Glück hatten wir Felix, der uns dann danmark6durch die schönsten Viertel von Odense begleitete. Danach absolvierten wir einen kurzen Auftritt in einem Einkaufscenter und anschließend waren alle teilnehmenden 12 Gruppen nach einer Kurzpräsentation am Rathausplatz zu einem Empfang beim Bürgermeister geladen. Unser Abendessen bestand meist entweder aus Hendl oder Faschiertem - auf allerlei Arten zubereitet - Salat, für uns ungewohnt ohne Marinade und Gemüse, teilweise roh. Das muss wohl typisch dänisch sein?!

Am Abend hatten wir unsere erste Galashow im Koncerthus von Odense mit geschätzten 700 Besuchern, von denen jeder ca. ATS 200,-- Eintritt zahlte. In Österreich blieben wir bei solchen Preisen vermutlich ohne Publikum. Zum Schluss führten 2 Paare jeder Gruppe einen Gemeinschaftstanz vor. Es folgten ein Mitternachtssnack und danach eine der üblichen "Gangsessions" vor unseren Schlafgemächern.

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Am Mittwoch, den 01.08. ging es ins Legoland. Eine wirklich tolle Anlage mit vielen aus Legosteinen gebauten Sehenswürdigkeiten - ähnlich unserem Minimundes. In einem anderen Teil der Anlage gibt es die sogenannten Adventurelands mit verschieden Themen - Piraten, Wilder Westen oder Mittelalter mit stündlichen Vorführungen. Sämtliche Achterbahnen und sonstigen Fahrten, wie Bootsrutschen oder Piratenlift, waren frei. Dafür zahlt man stolze 150 DEK Eintritt (ca. € 20).

Wir waren jedoch nicht nur zum Vergnügen hier und so folgte ein Auftritt auf der Piratenbühne. Am Abend fand ein Workshop mit Finnland, Griechenland und Italien statt, wobei uns vor allem die Italiener ziemlich ins Schwitzen brachten. Um Mitternacht nahmen wir an einem besinnlichen Wortgottesdienst in der nahegelegenen Kirche teil. Verschönert haben diesen das dänische Musiktrio ZAR, der Schotte mit seinem Dudelsack, die perfekte Musikgruppe der Litauer, Doris und Thomas mit steirischer Harmonika und Klarinette sowie Ronny mit einem wunderschönen Kärntnerlied - echt toll. Die folgende Gangparty dauerte diesmal bis zum Morgengrauen. Wie unsere Krankenschwestern später feststellten, war das die obligatorische, einwöchige Nachtschicht.

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Der nächste Tag war unser "freier Tag" und per Bus fuhren wir mit unserem überaus sympathischen holländischen Fahrer Marinus nach Arhus, zur "gammle By" (= alte Stadt). Dieses Freilichtmuseum beheimatet Häuser aus ganz Dänemark. Teilweise wird in den Werkstätten noch gearbeitet und das "Personal" ist in altertümliche Gewänder gekleidet. In der Stadt Arhus trafen sich die meisten von uns zufällig bei einem gemütlichen Getränk in einem der vielen "Freiluftcafés am Kanal".

Unser einziger Auftritt an diesem Abend war im kinostuhlbestückten Concerthus von Arhus. Das Publikum war wirklich toll und ging so richtig mit - schade, dass wir für unsere Präsentation nur 10 Minuten hatten.

danmark5Nach der Rückkehr in unser Quartier mussten wir natürlich auf unser Geburtstagskind Maria anstoßen und wiederum wurde es ziemlich spät bzw. früh, bis wir ins Bett kamen. Diesmal überraschte bzw. erfreute uns Simone mit ihrem Können auf der Gitarre.

Am Freitag, den 03.08., konnten wir etwas länger schlafen, was nach dieser Nachtschicht auch notwendig war. Unser erster Auftritt war erst um 14.00 in Velje. Somit konnte Kirsten unser "Geburtstagskind" Maria mit einem hervorragenden Kuchen, genannt Vigne Bröd, überraschen.

In Velje durften wir endlich wieder einmal auf Pflastersteinen am Rathausplatz tanzen. Nach einem kurzen Rundgang durch die Stadt fuhren wir weiter nach Fredericia in einen Freizeitpark, um dort wiederum österreichisches Brauchtum zu zeigen.

Am Abend hatten wir unsere letzte Galashow im Musiktheater von Velje. Dabei gab es ein Wiedersehen mit unserer Gastfamilie. Diese letzte Galashow war wirklich ein gelungener Abschied vom dänischen Publikum. Es gab "standing ovations". Doch das war noch lange nicht das Ende dieser Nacht, denn schließlich gab es den obligatorischen "Evening Snack" in der Schule und wieder einen Grund zum Feiern, diesmal den Geburtstag von Kirsten.

Da wir am Samstag einen Auftritt für die früher abgereisten Koreaner übernahmen und somit gleich drei Auftritte in Folge zu absolvieren hatten, konnten wir es uns nicht nehmen lassen, den Cheforganisator Poul für diesen samstäglichen Marathon auf die Schaufel zu nehmen. Er revanchierte sich jedoch mit einer Kiste Bier, um uns zu "beruhigen". Zu diesem Zeitpunkt hatte sich der Gang vor unseren "Schlafklassenzimmern" bereits wieder gefüllt. Waren in den ersten Tagen nur 2-3 Tische notwendig, um dem Besucherandrang eine Sitzmöglichkeit zu bieten, wurde das Gelage immer länger, sodass der Gang am vorletzten Abend mit 7 Tischen komplett besetzt war. In der letzten Nacht wurden sogadanmark13r die Stiegen als Sitzgelegenheit benutzt.

Am Samstag, den 04.08., hatten wir bereits um 10.00 vormittags unseren ersten Auftritt in Velje auf der Straße vor dem Kirchplatz. Auch an diesem letzten Tag versuchten wir unser Bestes zu geben. Danach nutzten wir die Zeit um ein letztes Mal durch das Zentrum von Velje zu spazieren. Zweimal hintereinander tanzten wir dann noch im Shopping-Center in Kolding.

danmark10Am Abend gab es den letzten Workshop mit den "Jungschotten" und den Litauern. Der Workshop war diesmal wirklich anstrengend, da es wieder mal ziemlich heiß im Turnsaal war, in dem die Workshops immer stattfanden. Zum Abschluss gab es noch gemeinsame Tänze unter der Anleitung der dänischen Vortänzerin und danach wurden Gastgeschenke ausgetauscht. Jede Gruppe erhielt vom Veranstalter eine Mappe mit Musik- und Tanzbeschreibungen dänischer Volkstänze. Auch unter den Gruppen selbst wurden Geschenke und Adressen ausgetauscht. Doch der Workshop sollte an diesem Abend noch nicht zu Ende sein, denn in der Schule ging es wieder einmal weiter: Unser Vorplattler Freddy musste noch einmal alle Register seines Könnens ziehen, um den Interessierten, vor allem den Dänen, das Schuhplatteln zu zeigen.

Hierbei wurden auch die Geschenke an unsere wirklich tollen "Guides" Marlene & Felix übergeben. Es war bereits eine gewisse Abschiedstrauer zu spüren, aber trotzdem wurde an diesem letzten Abend noch einmal so richtig abgefeiert. Um 05.00 war dann Schlafengehen angesagt, weil leider kein Bier, sprich Öl, mehr da war.

Die Stimmung bei der Abfahrt war wirklich gedämpft, da wir doch mit den meisten eine innige Freundschaft geschlossen hatten, doch wir alle hoffen auf ein Wiedersehen bei einem anderen Festival - maybe in Idaho?

Felix hatte sich nach langwierigen Überlegungen doch noch entschlossen, für uns ein Abschiedslied zu singen, sodass einige die Abschiedstränen nicht unterdrücken konnten.

danmark14Na ja was soll's, wir mussten leider wieder Richtung Heimat und der erste Teil der Fahrt ging Richtung Hamburg, wo wir eine Hafenrundfahrt mit der "St. Pauli" und eine Stadtrundfahrt mit einem Bus unternahmen. Genächtigt haben wir direkt an der Reeperbahn. Zwischen den Besichtigungsfahrten mussten wir aufgrund eines einsetzenden Platzregens in eine Hafenkneipe flüchten - richtig urig, sowohl das Lokal als auch die anderen Gäste, das Bier war auch wieder richtig billig - oder hatte sich die Wirtin verrechnet?

Doch auch dieser letzte gemeinsame Abend ging zu Ende und den letzten Tag unserer Reise verbrachten wir großteils schlafend im Bus. Einziger längerer Stop war in München, wo ein Teil von uns ins Hofbräuhaus essen ging. Somit hatten wir innerhalb von 24 Stunden zwei der wichtigsten Kulturstätten Deutschlands kennen gelernt - die Reeperbahn und das Hofbräuhaus!

Abschließend darf ich mir als Autor noch einen persönlichen Kommentar erlauben:

Es war ein wirklich unvergessliches Ereignis und ich darf mich bei den Lindwürmern noch einmal recht herzlich bedanken, dass ich diese Reise mitmachen durfte. Es würde mich sehr freuen, wenn unsere hier begonnene Zusammenarbeit fortgesetzt wird, und wir weiterhin gemeinsam solche Reisen unternehmen könnten.

Stefan Adamik