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Gruppe Blumen

 

 

Drehungen

 

 

 

 

 

Dani und Michi

Doris und Rudi

EdelweisserKniefall

Kleiner Mann

Mädchen

Mühlrad

Mühlrad 2

Kreuzschlag

VTG 031

Brigitte

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Hafen 1

 

Tanzen, neue Freunde finden, Land und Leute kennenlernen - das soll jedes Jahr unser Highlight sein

 

2014 - Finnland

2013 - Frankreich

2012 - Portugal

 

2011 - England

 

 
1999 - England - Shottland
 

 

1994 - China 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Mühlrad

Probentätigkeit:

Wir proben jeden Donnerstag von 20.00 Uhr bis 22.00 Uhr
in der Volksschule Annabichl in
9020 Klagenfurt, Akazienhofstraße 36.

Unsere Burschen üben das Schuhplatteln extra
am Montag von 20.00 Uhr bis 21.00 Uhr
in der Volkschule St. Georgen am Sandhof, 9020 Klagenfurt

  • Fotoshooting

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Beiträge

1996 Brasilien

 

Abflug für unsere Reise nach Brasilien war am 10. August 1996. Wir flogen mit der brasilianischen Fluglinie, der VARIG, via Zürich und landeten in Rio de Janeiro nach elfeinhalbstündiger Flugzeit und 12.000 zurückgelegten Kilometern. Nach dem Einchecken im Hotel promenierten wir erst einmal an der Copacabana und statteten anschließend dem Hippiemarkt einen Besuch ab. Auch den botanischen Garten mit seiner beeindruckenden Pflanzen- und Blütenvielfalt erwanderten wir an diesem ersten, leider relativ trüben Tag.

Nachdem wir die Zeitverschiebung von fünf Stunden halbwegs verarbeitet hatten, trafen wir uns am nächsten Tag nach einem ausgezeichneten Frühstücksbuffet mit unserem Reiseführer Georg, der uns als erstes mit einer Gondel auf den "Sugar loaf", den Zuckerhut, begleitete. Wir genossen den Ausblick auf die 11 Millionenstadt Rio de Janeiro, was übersetzt "Fluß des Jänners" bedeutet, trotz des trüben Wetters sehr. 50 % seiner Bewohner leben in einem der 700 Armenviertel, den sogenannten "farvelas". Da es keine Schulpflicht gibt, wird sich dieser Zustand leider auch nicht so schnell ändern.

Nach einer Stadtrundfahrt erklommen wir mittels einer Zahnradbahn die höchste Erhebung Rios, den 500 m hohen Corcovado mit der 30 m hohen Christusstatue, die die Stadt und ihre Bewohner vor allem Unheil beschützen soll. Es folgte noch ein Besuch eines Edelsteingeschäftes. Brasilien hat große Vorkommen an Gold, Erdöl, Edelsteinen, Zuckerrohr und Baumwolle. Autos werden zum Teil mit Alkohol, gewonnen aus Zuckerrohr, betrieben.

In den eigens für den Carneval aufgebauten Tribünen, die während des Jahres als Klassenzimmer genutzt werden, tanzen im weltberühmten Carneval pro Tag neun Tanzschulen mit je 5.000 Personen, sprich 45.000 Tänzerinnen und Tänzer an den begeisterten Menschenmassen vorbei. Ab $ 100,-- pro Kopf und Nase ist man als Zuschauer dabei.

Am Abend besuchten wir eine imposante Sambashow. Der Großteil der Kostüme wurden für den Carneval angefertigt und waren von einer berauschenden Farbenpracht und Design. Der dritte Tag in Rio brachte endlich das ersehnte Bilderbuchwetter, blauen Himmel und strahlenden Sonnenschein. Mittags verspeisten wir in einer ausgezeichneten Churrascaria Tintenfisch und Scampi, Rind-,Schweine-, Hühner- und Lammfleisch und genossen Amarena- und Zuckerrohrschnaps.

Den Nachmittag verbrachten wir an der Copacabana. Die abendliche lebensgefährliche Busfahrt ins Einkaufszentrum "Barra Shopping" werden diejenigen, die daran teilgenommen haben, bestimmt nie mehr vergessen. Zeitig am nächsten Morgen ging unser Flug Nr. 168 nach Foz du Iguacu, was übersetzt "großes Wasser" bedeutet. Theo, unser Schweizer Reiseleiter, plante für den Nachmittag die Fahrt zu den flächenmäßig größten Wasserfällen der Welt, welche sich über 2,5 km erstrecken und aus 275 Einzelfällen bestehen.

Nach einer kurzen Busfahrt ging's per Jeep durch den Regenwald hinunter zum Ufer des Flusses Parana, wo wir in ein Schlauchboot mit zwei Außenbordmotoren einstiegen. In rasanter Fahrt ging es flußabwärts und dann sehr nahe an die atemberaubenden Wasserfälle heran. Einfach unbeschreiblich toll! Einige machten noch einen Hubschrauberrundflug, um die Fälle von oben zu betrachten. Gemeinsam spazierten wir einen Wanderweg mit vielen Aussichtspunkten zum Fotografieren und Filmen entlang. Eine Holzbrücke führte direkt in das Getöse hinein. Man stand in den Fällen, direkt am Abgrund, wo das Wasser in den Fluß hinunterstürzt. Ein traumhafter Anblick in alle Richtungen.

Abends genossen wir im Hotel "Suica" ein ausgezeichnetes Fleisch- und Fischbuffet, untermalt von den Klängen zweier Bolivianer mit Panflöte und Gitarre und natürlich Gesang. Den zweiten Tag in Iguacu verbrachten wir mit einer Fahrt zum Staudamm Itaipu, welcher in den Jahren 1975- 1983 gebaut wurde und inklusive Infrastruktur, Straßen, Häuser und Schulen 200 Milliarden Dollar verschlungen hat. Er steht an der

Grenze zwischen Brasilien und Paraguay.Die gewonnene Energie wird zwischen diesen zwei Ländern aufgeteilt. Da Paraguay jedoch nur fünf Prozent nutzt, verkauft es den Rest an Brasilien zurück. Nach der Besichtigung des Staudammes und des Stausees marschierten wir über die Freundschaftsbrücke zum Piratenmarkt nach Paraguay, wo man von Kleidung über Lebensmittel, Elektrogeräte und diverse Gebrauchsartikel wirklich fast alles kaufen kann. Den restlichen Nachmittag faulenzten wir im Hotelpool. Dies war unser letzter Urlaubstag.

 

Am Freitag flogen wir dann zum eigentlichen Ziel unserer Südamerikareise, nach Sao Paolo, um am 10. internationalen Folklorefestival in Praia Grande teilzunehmen. 20 Gruppen aus Italien, Frankreich, Finnland, Portugal, der Slowakei, Jugoslawien, Spanien, Nord- und Südbrasilien, Uruguay, Paraguay und Argentinien waren hier vertreten. Zur Eröffnung fand ein großer Umzug mit allen 600 teilnehmenden Volkstänzern statt und abends eine Galaveranstaltung auf der eigens am Strand aufgebauten Bühne.

Am Sonntag nahmen wir bei herrlich warmen Wetter an einer Feldmesse am Stadtrand von Praia Grande, übersetzt "großer Strand", teil. Am Abend tanzte jede Gruppe 15 Minuten auf der Bühne. Die nächsten Tage entpuppten sich wieder als reiner Urlaub. Wir hatten zwar täglich einen kurzen Auftritt in Schulen, Geschäften, bei einem Seniorenkongreß, auf verschiedenen Plätzen und in Geldinstituten, doch immer erst am späteren Nachmittag oder Abend. So konnten wir viele Stunden am 25 km langen Sandstrand verbringen, die Zeit mit Shoppen und Bummeln vertreiben und die zweitgrößte Stadt der Welt, Sao Paolo (20 Millionen Einwohner) sowie die Hafenstadt Santos besichtigen.

An zwei wichtige Tatsachen für ein angenehmes Leben in Brasilien, konnten wir uns erst im Laufe der Zeit gewöhnen. 1.Mindestens eine Stunde Verspätung ist völlig normal. 2.Stimmung und action fangen frühestens um Mitternacht an. Wer vorher schlafen geht, ist selber schuld.

In den langen Nächten schlossen wir Freundschaft mit Mädchen und Burschen aus allen Ecken der Welt, der gemeinsame Tanz, das Musizieren und Singen überwindet alle Sprachbarrieren. Der noch heute rege Briefkontakt nach Nord und Süd, nach West und Ost beweist dies.

Auch einige offizielle Termine standen am Programm. Vom Empfang beim Bürgermeister, beim Landeshauptmann, bei der Tageszeitung und beim Rotary Club mußte unser Obmann Rudi stundenlange Vorträge, Gespräche und "shake-hands" über sich ergehen lassen. Aber er wurde meist mit einem köstlichen Buffet und schönen Gastgeschenken belohnt.

Schnell vergingen die Tage in Praia Grande, viel zu schnell. Am Sonntag abends fand die Abschlußfeier auf der Bühne am Strand statt. Mit Kerzen und weißen Tüchern marschierten alle Teilnehmer ein, es wurde geredet, gesungen, getanzt und gespielt und nicht wenige, heimliche Tränen zerdrückt. Am Dienstag wurden wir von den wenigen noch anwesenden Gruppen mit dem internationalen Volkstanzgruß verabschiedet, der uns allen noch in den Ohren klingt. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verließen wir Praia Grande und flogen über Frankfurt zurück nach Österreich.

Doris Hackl