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Gruppe Blumen

 

 

Drehungen

 

 

 

 

 

Dani und Michi

Doris und Rudi

EdelweisserKniefall

Kleiner Mann

Mädchen

Mühlrad

Mühlrad 2

Kreuzschlag

VTG 031

Brigitte

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Hafen 1

 

Tanzen, neue Freunde finden, Land und Leute kennenlernen - das soll jedes Jahr unser Highlight sein

 

2014 - Finnland

2013 - Frankreich

2012 - Portugal

 

2011 - England

 

 
1999 - England - Shottland
 

 

1994 - China 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 Mühlrad

Probentätigkeit:

Wir proben jeden Donnerstag von 20.00 Uhr bis 22.00 Uhr
in der Volksschule Annabichl in
9020 Klagenfurt, Akazienhofstraße 36.

Unsere Burschen üben das Schuhplatteln extra
am Montag von 20.00 Uhr bis 21.00 Uhr
in der Volkschule St. Georgen am Sandhof, 9020 Klagenfurt

  • Fotoshooting

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  • Unsere Gruppe

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  • Reisen

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  • Unsere Proben

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  • Lindwurm auf Youtube

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Beiträge

1994 China

 

Auf der Chinesischen Mauer

Am 30. August 1994 war es endlich so weit und 20 Lindwürmer begaben sich wieder einmal auf große Reise, diesmal nach China. Mit dem Zug ging es in zehnstündiger Fahrt von Klagenfurt nach Frankfurt. Von dort sollten wir noch am selben Tag nach Peking fliegen. Doch zu unser aller Entsetzen teilte man uns in Frankfurt mit, dass unser Flug wegen technischer Problem 24 Stunden Verspätung habe.

Unsere Laune besserte sich schlagartig, als wir die Unterkunft für eine Nacht, das "Sheraton-Hotel" bezogen hatten. Den unfreiwilligen Frankfurtaufenthalt nützten wir für eine Besichtigung der Altstadt und des mit internationalem Hauch versehenen Hafenfestes am Main. Am Abend dann der ersehnte Flug nach Peking. Nach ca. neun Stunden Flugzeit mit einer Boing 747, bei dem wir 8.600 km zurücklegten und Tschechien, Polen, Russland und die Mongolei von oben betrachten konnten, landeten wir endlich in Peking. Der Zeitunterschied betrug 7 Stunden. Leider hatte auch unser Anschlussflug Verspätung und so trafen wir am 1. September erst gegen Abend an unserem Bestimmungsort Shenyang, einer Stadt mit 8,000.000 Einwohnern müde, aber voller Erwartungen ein.

Schon am Flughafen wurden wir von den Veranstaltern freudig empfangen und in unser Hotel gebracht. Da uns durch die Verspätung der geplante freie Tag für die "Akklimatisation" fehlte, fing bereits am darauffolgenden Tag unser offizielles Programm an. In einer großen Parkanlage fand die Eröffnungsfeier des internationalen Folklorefestivals von Shenyang mit einem Umzug aller teilnehmenden Gruppen statt.

 

Unter 20 anderen Gruppen waren wir für die Chinesen die eigentlichen Exoten. "Audili", der chinesische Name für Österreich, war bald in aller Munde und wir wurden von unserem Publikum bestaunt und mit viel Applaus für unsere Darbietungen belohnt. Besonders das Schuhplatteln und das Juchzen begeisterte die Zuschauer ungemein und riss sie immer wieder zu Begeisterungsstürmen hin. Das Fernsehteam war von nun an unser (beinahe) ständiger Begleiter. Peter und Hermann, unsere Zwillinge, wurden die Topstars schlechthin und mussten zahlreiche Interviews geben.

Neben Auftritten auf einem riesigen roten Teppich im Festivalgelände tanzten wir auch vor einer Fabrik. Natürlich kam auch die Kultur dieses interessanten Landes nicht zu kurz und so besichtigten wir zwischen den Auftritten u.a. eine typisch chinesische Markthalle mit vielen unbekannten Köstlichkeiten und diversen Alltagsartikeln, eine Vasenfabrik, bei der wir die zahlreichen mühseligen Arbeitsvorgänge beobachten konnten und den Kaiserpalast, gingen unterirdisch "shoppen" und staunten über die Vielzahl von Fahrrädern und interessierten, freundlichen Menschen, von denen wir leider von unserem Leibwächter nach Möglichkeit ferngehalten wurden.

Für einen "gefährlichen" Discobesuch gelang es uns jedoch, unsere Bodyguards abzuwimmeln und so konnten wir einen vergnüglichen Abend in einer chinesischen Disco verbringen. Das Alltagsleben der Chinesen faszinierte uns sehr, vor allem das morgendlich zwischen 5 und 6 Uhr auf den Straßen stattfindende Schattenboxen beeindruckte uns ungemein. Weiters konnten wir z.B. beobachten, dass Plakatwände gemalt und nicht beklebt werden und man auf Baustellen so gut wie keine Bagger, Maschinen oder technische Hilfsmittel sondern nur Arbeiter, dafür diese in Massen, findet. Die Gerüste scheinen nur etwas für sehr Mutige zu sein.

Das Essen war zwar gewöhnungsbedürftig, aber bei der Vielzahl der täglich aufgetischten Speisen war fast immer für jeden etwas Leckeres dabei. Auch an das warme Bier und das süße Cola mit Bananengeschmack gewöhnten wir uns Laufe der Woche. Im Notfall half eine Kärntner Jause mit Speck und Salami im Zimmer, um den Magen zu beruhigen. Höhepunkt unseres Aufenthaltes war ein Tanzwettbewerb, bei dem wir voller Stolz die "Silberne Rose von Shenyang" ertanzen konnten.

Ein Galaempfang beim Bürgermeister mit ungezählten Spezialitäten, geschnitzten Melonen, und vielen hübschen, rotgekleideten Hostessen rundete das Programm ab. Auch der Besuch im Theater mit den perfekten Vorführungen begeisterte uns sehr. Nach sechs eindrucksvollen Tagen ging es mit der Air China zurück nach Peking, wo wir noch ein dreitägiges Besichtigungsprogramm eingeplant hatten. So machten die Lindwürmer die zahlreichen Gebäude der Verbotenen Stadt, den Platz des Himmlischen Friedens, die Ming-Gräber und den Himmelstempel unsicher.

Selbstverständlich durfte ein Rundgang auf einem kurzen Teil der Chinesischen Mauer nicht fehlen, wo Erich voller Patriotismus und Stolz sein mitgebrachtes Jagdhorn erklingen ließ. Unvergesslich wird uns auch der Spaziergang durch den Sommerpalast des Kaisers und das imposante Shaolin-Kloster mit den wunderbaren holzgeschnitzten und bunt bemalten Löwen, Drachen und anderen Tieren bleiben. Leider hatte auch diese Reise ein Ende und so begaben wir uns am 10. September wieder zum Flughafen, um den Heimflug nach Frankfurt und die anschließende Zugfahrt nach Klagenfurt anzutreten, wo wir sichtlich erschöpft aber glücklich und voller Eindrücke ankamen.